16. Oktober 2024 in Fankfurt am Main – Andreas Reckwitz spricht auf der Frankfurter Buchmesse über „Verlust – Ein Grundproblem der Moderne“ (Gespräch)


Karte nicht verfügbar

Datum/Zeit
Date(s) - 16/10/2024
13:20 - 13:40

Veranstaltungsort
Frankfurter Buchmesse, Gemeinschaftsbühne ARD ZDF 3SAT, Forum, Ebene 0

Kategorien


BUCHMESSE
Andreas Reckwitz
Mittwoch, 16.10.2024, 13:20 bis 13:40
Messegelände
ARD, ZDF, 3sat-Literaturbühne
Forum, Ebene 0
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt a.M.
Deutschland
Im Rahmen der »Frankfurter Buchmesse 2024«
Andreas Reckwitz präsentiert sein neue Buch Verlust – Ein Grundproblem der Moderne
Im Gespräch mit Vivian Perkovic

Eintritt:
frei mit Messeticket

Weitere Informationen zur Veranstaltung:
https://connect.buchmesse.de/newfront/sessions/9581

Andreas Reckwitz
Verlust
Ein Grundproblem der Moderne

Gletscher schmelzen, Arbeitswelten verschwinden, Ordnungen zerfallen. Verluste bedrängen die westlichen Gegenwartsgesellschaften in großer Zahl und Vielfalt. Sie treiben die Menschen auf die Straße, in die Praxen der Therapeuten und in die Arme von Populisten. Sie setzen den Ton unserer Zeit. Während sich die Formen ihrer Bearbeitung tiefgreifend verändern, scheinen Verlusterfahrungen und Verlustängste immer weiter zu eskalieren. Wie ist das zu erklären? Und was bedeutet es für die Zukunft?

Andreas Reckwitz leistet Pionierarbeit und präsentiert die erste umfassende Analyse der sozialen und kulturellen Strukturen, die unser Verhältnis zum Verlust prägen. Unter dem Banner des Fortschritts, so legt er dar, wird die westliche Moderne schon immer von einer Verlustparadoxie angetrieben: Sie will (und kann) Verlusterfahrungen reduzieren – und potenziert sie zugleich. Dieses fragile Arrangement hatte lange Bestand, doch in der verletzlichen Spätmoderne kollabiert es. Das Fortschrittsnarrativ büßt massiv an Glaubwürdigkeit ein, Verluste lassen sich nicht mehr unsichtbar machen. Das führt zu einer der existenziellen Fragen des 21. Jahrhunderts: Können Gesellschaften modern bleiben und sich zugleich produktiv mit Verlusten auseinandersetzen? Ein wegweisendes Buch.

Andreas Reckwitz, Hartmut Rosa
Spätmoderne in der Krise
Was leistet die Gesellschaftstheorie?

In Zeiten tiefgreifender sozialer Umbrüche und manifester Krisen schlägt die Stunde grundsätzlicher Analysen, welche die gegenwärtige Gesellschaft als ganze in den Blick nehmen, ihre Strukturmerkmale und Dynamiken untersuchen und vielleicht sogar Wege aus der krisenhaften Entwicklung aufzeigen. In jüngster Zeit haben Andreas Reckwitz und Hartmut Rosa großangelegte, jedoch ganz unterschiedlich akzentuierte Gesellschaftstheorien vorgelegt, welche die gegenwärtigen Debatten über die Spätmoderne maßgeblich bestimmen. In diesem gemeinsamen Buch treten sie nun in einen kritischen Dialog.

Ausgehend von dem geteilten Anliegen, dass die Analyse der Moderne als Sozialformation ins Zentrum einer Soziologie gehört, die ihre Aufgabe der Aufklärung der Gesellschaft über sich selbst ernst nimmt, entfalten sie in umfangreichen Essays zunächst ihre je eigene gesellschaftstheoretische Perspektive: Während Reckwitz »soziale Praktiken«, »Kontingenz« und »Singularisierung« als Leitbegriffe wählt, entscheidet sich Rosa für »Beschleunigung«, »Steigerung« und »Resonanz«. Im zweiten Teil des Buches spitzen sie ihre Positionen nochmals zu, arbeiten Gemeinsamkeiten heraus, markieren aber auch grundlegende Differenzen – und zwar im direkten, von Martin Bauer moderierten Gespräch.

Andreas Reckwitz
Die Gesellschaft der Singularitäten
Zum Strukturwandel der Moderne

Das Besondere ist Trumpf, das Einzigartige wird prämiert, eher reizlos ist das Allgemeine und Standardisierte. Der Durchschnittsmensch mit seinem Durchschnittsleben steht unter Konformitätsverdacht. Das neue Maß der Dinge sind die authentischen Subjekte mit originellen Interessen und kuratierter Biografie, aber auch die unverwechselbaren Güter und Events, Communities und Städte. Spätmoderne Gesellschaften feiern das Singuläre.

In seinem preisgekrönten soziologischen Bestseller untersucht Andreas Reckwitz den Prozess der Singularisierung, wie er sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts in Ökonomie, Arbeitswelt, digitaler Technologie, Lebensstilen und Politik abspielt. Mit dem Anspruch einer Theorie der Moderne zeigt er, wie eng dieser Prozess mit der Kulturalisierung des Sozialen verwoben ist, welch widersprüchliche Dynamik er aufweist und worin seine Kehrseite besteht. Die Gesellschaft der Singularitäten kennt nämlich nicht nur strahlende Sieger. Sie produziert auch ihre ganz eigenen Ungleichheiten, Paradoxien und Verlierer. Eines der meistdiskutierten Bücher der letzten Jahre.

Andreas Reckwitz
Das hybride Subjekt
Eine Theorie der Subjektkulturen von der bürgerlichen Moderne zur Postmoderne
Überarbeitete Neuauflage

In welche Richtung formt die moderne Gesellschaft den Menschen? In welcher Weise wird das moderne Individuum »subjektiviert«? In seinem grundlegendem Buch, das thematisch in einer Reihe mit Die Erfindung der Kreativität und Die Gesellschaft der Singularitäten steht, unternimmt Andreas Reckwitz eine Tour de Force durch die Kultur- und Sozialgeschichte des Westens vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart und beleuchtet die widersprüchlichen Anforderungen zwischen Selbstdisziplinierung, Selbstdarstellung und Selbstverwirklichung, denen das moderne Subjekt gegenübersteht. Am Ende wird deutlich: Das Subjekt der postmodernen Gegenwart ist ohne die Geschichte der Bürgerlichkeit und ohne die kulturellen Bewegungen von der Romantik bis zur Counter Culture der 1960er Jahre nicht zu verstehen. Innere Balance findet es freilich genauso wenig wie seine historischen Vorläufer.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

Buchanzeige von „Wer liest wann wo“: Unsere Empfehlungen für Sie!

Direkt beim Verlag oder bei unserer Partnerbuchhandlung gibt es von Andreas Reckwitz „Verlust – Ein Grundproblem der Moderne“, „Das Ende der Illusionen – Politik, Ökonomie und Kultur in der Spätmoderne“ und „Die Gesellschaft der Singularitäten“ sowie „Das hybride Subjekt“! Erfahren Sie mehr über Betrachtungen zu Verlusten, Illusuionen, Singularitäten und das menschliche Subjekt in der Spätmoderne!

Verschiedene Medien bzw. Formate:
Andreas Reckwitz: Verlust – Ein Grundproblem der Moderne (Buch (Hardcover), 2024) – buch7
Andreas Reckwitz: Verlust – Ein Grundproblem der Moderne (eBook (EPUB), 2024) – buch7
Andreas Reckwitz: Das Ende der Illusionen – Politik, Ökonomie und Kultur in der Spätmoderne (Buch (kartoniert), 2019) – buch7
Andreas Reckwitz: Das Ende der Illusionen – Politik, Ökonomie und Kultur in der Spätmoderne (eBook (EPUB), 2019) – buch7
Andreas Reckwitz: Die Gesellschaft der Singularitäten (Buch (Hardcover), 2019) – buch7
Andreas Reckwitz: Die Gesellschaft der Singularitäten (eBook (EPUB), 2017) – buch7
Andreas Reckwitz: Das hybride Subjekt (Buch (kartoniert), 2020) – buch7
Andreas Reckwitz: Das hybride Subjekt (eBook (EPUB), 2020) – buch7

Ebenso über den Verlag oder über unsere Partnerbuchhandlung finden Sie von Andreas Reckwitz und Hartmut Rosa „Spätmoderne in der Krise – Was leistet die Gesellschaftstheorie?“! Analytische Gedanken und Auffassungen zu krisenhaften Entwicklungen!

Verschiedene Medien bzw. Formate:
Andreas Reckwitz und Hartmut Rosa: Spätmoderne in der Krise – Was leistet die Gesellschaftstheorie? (Buch (Hardcover), 2021) – buch7
Andreas Reckwitz und Hartmut Rosa: Spätmoderne in der Krise – Was leistet die Gesellschaftstheorie? (eBook (EPUB), 2021) – buch7

Ihre Kaufentscheidung unterstützt die Buchbranche!

Bücher sind Bewahrer des Wissens und das Tor in andere Welten!